
Das Königreich Valdyrien

Die Ostmark
Grenzland und Heimat aller verlorener Seelen
Landschaftliches Bild
Die Ostmark erstrecken sich über weite Ebenen, sanfte Hügel und offene Steppen. Kleine Wälder und vereinzelte Flussläufe durchziehen das Land, das ansonsten von endlosen Feldern, Weiden und Grasland geprägt ist. Aufgrund der offenen Landschaft sind die Sichtweiten groß, doch das Wetter kann unberechenbar sein: Stürme fegen über die Ebenen, und die Winter sind kalt und hart.
Alte Ruinen und verlassene Festungen zeugen von vergangenen Konflikten, während neue Siedlungen zwischen den Feldern wachsen. Die Region wirkt unbestimmt, weder vollständig urbanisiert noch vollständig wild, und vermittelt den Eindruck von Freiheit und zugleich Unsicherheit.
Bewohner
Land der Wanderer und Freien bekannt erstreckt sich die Ostmark über den Osten des Landes. Hier leben Menschen, Mischlinge und kleinere Gemeinschaften anderer Völker, oft ohne klare Zugehörigkeit zu einem Herzogtum. Die Bevölkerung ist geprägt von Selbstständigkeit und Anpassungsfähigkeit, da die Bedingungen rau und die politischen Strukturen locker sind.
Viele Siedler sind Händler, Viehzüchter, Handwerker oder Reisende, die in der Ostmark vorübergehend Unterschlupf suchen. Die Menschen pflegen gegenseitige Nachbarschaftshilfe, während einzelne Siedlungen weitgehend autonom agieren. Fremde werden toleriert, solange sie die lokalen Regeln respektieren und keinen Schaden anrichten.
Politische Rolle und Beziehungen
Noch nie gab es ein festes Oberhaupt in der Ostmark. Valdyr toleriert den lockeren Zustand, da die Region als Puffer zwischen Herzogtümern, wachsenden Städten und unruhigen Randgebieten dient. Dennoch gibt es ständige Rivalitäten: Adelshäuser aus Valdyr, Frostmark und den Westmarken versuchen gelegentlich, Einfluss zu gewinnen oder Land zu beanspruchen.
Dies führt zu einem fragilen Gleichgewicht: Verträge werden oft nur provisorisch geschlossen, und Landansprüche müssen durch den Erdschwur besiegelt werden. Die Ostmark gilt als Land der Möglichkeiten – wer hier Siedlungen gründet oder Handel betreibt, kann schnell Macht erlangen, aber ebenso leicht ins Abseits geraten.
Struktur und innere Ordnung
Die Ostmark bestehen aus verstreuten Dörfern, Hofgemeinschaften und vereinzelten Handelsstationen. Jede Siedlung wird von einem Dorfältesten oder einer kleinen Ratsversammlung geleitet. Sicherheit wird durch bewaffnete Dorfbewohner oder Wandergruppen gewährleistet, die gemeinsam Patrouillen durchführen.
Feste Grenzen existieren selten; Land wird meist durch Tradition, Besitznachweis oder den symbolischen Erdschwur beansprucht. Die Ordnung beruht auf lokalem Zusammenhalt, gegenseitiger Verpflichtung und dem gegenseitigen Respekt der Siedler, wodurch auch ohne zentralisierte Kontrolle ein stabiles Alltagsleben möglich ist.
Bräuche und Sitten
Die Ritualen sind eng mit dem Land verbunden, wobei besonders der Erdschwur zu den wichtigsten Bräuchen zählt:
Wer Land beansprucht, nimmt eine Handvoll Erde und spricht vor Zeugen seine Treue zu diesem Stück Land aus – ein Zeichen für Verantwortung und Bereitschaft, es zu verteidigen.
Feste wie das Erntedankfest der Ebenen feiern die Fruchtbarkeit der Felder und stärken die Dorfgemeinschaft. Wanderer, Händler und Reisende bringen eigene Traditionen mit, wodurch die Ostmark kulturell heterogen ist. Die Bewohner legen großen Wert auf Freiheit, Selbstbestimmung und gegenseitige Hilfe, was die Region trotz lockerer politischer Strukturen relativ stabil und lebendig macht.

