
Die Magie

Das Magiesche Gefüge
Magie umgibt uns. Sie ist allgegenwärtig und umfasst unser aller Sein auf eine unbemerkte Weise. Gleich einem organischen, sich ständig wandelnden Netz durchzieht sie die Welt. Unsichtbare Fäden verbinden Orte, Wesen und Zeiten miteinander. Dieses Geflecht ist lebendig – es pulsiert, reagiert und strebt stets nach Ausgleich.
Vor allem Runenmagier sind sich der Struktur dieses Netzes bewusst. Sie greifen gezielt in das magische Gefüge ein, ziehen einzelne Fäden hervor, verknüpfen sie neu und verleihen ihnen eine andere Bedeutung. Durch Runen, Formeln oder alte Sprachmuster binden sie rohe Magie an konkrete Wirkungen.
Dieses magische Geflecht ermöglicht es jedem Magier, seine Elementarmagie zu wirken, selbst wenn sein Element nicht unmittelbar anwesend ist. Ein Feuermagier kann Flammen rufen, auch wenn kein Herd brennt; ein Wassermagier Feuchtigkeit aus der Luft ziehen, selbst in trockener Umgebung. Doch ist das jeweilige Element physisch präsent, verstärkt dies die Wirkung erheblich – und der Preis für die Nutzung der Macht tritt verzögert ein.
Denn jeder Magier weiß: Das magische Gefüge verlangt Gleichgewicht.
Wird ihm Kraft entzogen und in Form von Zaubern einem anderen Zweck zugeführt, gleicht das Netz die fehlende Energie aus. Diese Kompensation erfolgt durch die Lebenskraft, die Ausdauer oder gar die Seele des Wirkenden. Erschöpfung, Fieber, innere Risse im Geist oder im schlimmsten Fall der Tod sind mögliche Folgen maßloser Nutzung. Wer zu viel nimmt, ohne zu geben, wird selbst zur Quelle des Ausgleichs.
Dieses Streben nach Balance ist die mahnende Wahrheit, die jeder Magier auf seinem Weg schmerzlich lernt.

Jedes magisch begabte Wesen wird auf natürliche Weise von einem der vier Elemente angezogen. Dieses Element manifestiert sich auch in seiner magischen Begabung. Die Elemente unterscheiden sich auch grundlegend in ihrem Ursprung. Während Feuer und Luft/Blitzmagie eine hohe zerstörerische Kraft nachgesagt wird, kann mit Wasser- oder Erdmagie Linderung verschafft werden. Begabte Magier dieser Elemente sind sogar in der Lage schwere Wunden zu heilen.
Alle Magieformen werden vorallem wenn nicht sogar ausschließlich von magisch begabten Wesen verwendet, da der Ursprung der Magie von einer Macht ist, die jedem übernatürlichen Wesen schaden würde. Somit ist diese Art der Magie für Vampire wie Werwölfe unbrauchbar.
In den alten Sagen und Legenden hat sich noch eine weitere Magieform manifestiert, die sich als dunkle Perversion der Elementarmagie zeigt und keinem Element zuzuordnen ist - die Doltharun Magie.
Jene Magieform zeigt sich als formlose Schatten und unterwirft sich kaum dem Wirkenden, was sie so besonders gefährlich macht. Sie wird sich niemals als Ursprungsmagie in einem magisch Begabten manifestieren, sondern ist immer eine verderbte Entwicklung aus den Elementaren (wird IC erspielt ab Stufe Experte). Deshalb gilt die Doltharun Magie auch als verboten und eigentlich auch ausgestorben.
Da die Ausbildung in der Magie ebenso anstrengend und zeitfordernd ist wie die Ausbildung zum Krieger müssen magieaffine Wesen schon früh die Entscheidung treffen, welchen Weg sie wählen wollen. All jenen, die sich der Magie verschreiben stehen folgende Magieformen zur Verfügung: